Mitarbeiter
befragung

Beispiele, Vorlagen & Tipps von Experten

Grundlagenwissen Mitarbeiterbefragung //

mitarbeiterbefragung

Mitarbeiterbefragung ist im Kern ein Führungsthema

Leistungsbereite, zufriedene und loyale Mitarbeiter wünschen sich alle Arbeitgeber. Leider ist solch ein uneingeschränktes Commitment in der Praxis selten. Führung ist deshalb der spannendste Aspekt der Mitarbeiterbefragung. Dabei ist es wichtig, konkrete Maßnahmen aus den Ergebnissen abzuleiten. Ab wann Handlungsbedarf entsteht, sollte bereits bei der Konzeption der Mitarbeiterbefragung festgelegt werden. Anschließende Maßnahmen lassen sich in Teams entwickeln und gemeinsam umsetzen. So entsteht Vertrauen in die Mitarbeiterbefragung. Mitarbeiter erhalten Wertschätzung und identifizieren sich stärker mit ihrem Arbeitgeber.

Agile Führung – häufig auch Management 3.0 genannt – beschreibt einen systematischen Führungsstil mit agilen Prinzipien. Dieser Führungsansatz erfolgt über gemeinsame Ziele und Werte. Im Mittelpunkt stehen Stärkenfokussierung, Delegation, Integration, Transparenz und Feedback.

Eine Umsetzung der Ergebnisse aus einer Mitarbeiterbefragung erfolgt durch Integration von Mitarbeitern in strategischen Fragestellungen oder eine Mitarbeiterbewertung durch Kollegen statt durch Vorgesetzte.

Mitarbeiterbefragung; Regelkreis zur Vertrauensbindung - HRpuls

ziele festlegen

Ausgangspunkt einer Mitarbeiterbefragung ist die Festlegung von Zielen

In Abhängigkeit der Unternehmenssituation und den daraus abgeleiteten Bedürfnissen werden die Ziele der Mitarbeiterbefragung festgelegt. Diese müssen so vollständig und überschneidungsfrei als möglich formuliert werden. Die Zielsetzung prägt die Fragestellung, die entscheidend für den Inhalt und die Form der Mitarbeiterbefragung ist.

Folgende Ziele einer Mitarbeiterbefragung sind denkbar:
+   allgemeine Mitarbeiterzufriedenheit
+   Stärken und Schwächen des Unternehmens aus Mitarbeitersicht
+   Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihren Vorgesetzten
+   Akzeptanz der Mitarbeiter von Veränderungen
+   Identifikation der Mitarbeiter mit Unternehmenszielen
+   Wertvorstellungen der Mitarbeiter

Regel Phasen der Mitarbeiterbefragung - HRpuls

leistungsfähigkeit ermitteln

Mitarbeiterbefragungen 2.0 können die Leistungsfähigkeit einer Organisation ermitteln

Die Mitarbeiterbefragung galt bislang als klassisches Feedback- und Kommunikationsinstrument, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu messen. Ihr steht jedoch möglicherweise eine bedeutende Veränderung bevor. Über eine Mitarbeiterbefragung soll zukünftig auch die Leistungsfähigkeit der Organisation, der Stand von Veränderungen, der Erfolg von Initiativen und die Ursachen von Fluktuation ergründet werden. Die Mitarbeiterbefragung entwickelt sich damit zu einem relevanten Controlling-Instrument in Bezug auf die Qualität, die Verfügbarkeit und die Verknüpfung mit Business Kennzahlen. Eine stärkere Fokussierung auf geschäftsrelevante Zahlen könnte der Mitarbeiterbefragung insgesamt einen neuen Impuls geben.

Spezielle Herausforderungen wie die Auswertung der Daten und deren Verknüpfung mit anderen Kennzahlen stehen allerdings erst am Anfang der Diskussion. Die Generierung geschäftsrelevanter Fragen und die anschließende Transformation in die Mitarbeiterbefragung liefert noch viel Potential für dieses Instrument.

Regel Phasen der Mitarbeiterbefragung - HRpuls

Experteninterviews Mitarbeiterbefragung //

INTERVIEW MIT Bettina Hörmann

Beschäftigte zu einer Mitarbeiterbefragung einladen und Teilnahme einfach ermöglichen

„Ich kenne leider wenige Unternehmen, die von sich sagen können, wir haben eine sehr gute, offene Feedback-Kultur.

Das wichtigste Anliegen der Mitarbeiter ist immer, dass die Befragung anonym ist.

Jeder Mitarbeiter erhält per E-Mail einen individualisierten Link zum Puls-Check.

Die Mitarbeiter können über PC, Tablet oder Smartphone teilnehmen, da die Software sich der Displaygröße automatisch anpasst. Das ist wichtig um die Mitarbeiter dort zu erreichen, wo sie sich gerade befinden.

Durch Gamification und interaktive Elemente wird der Spaßfaktor erhöht.

So werden Beteiligungsquoten von mehr als 90 Prozent erreicht.

Ein klares Zeichen, dass wir damit am Puls der Zeit sind.“

Beschäftigte zu einer Mitarbeiterbefragung einladen und Teilnahme einfach ermöglichen // HRpuls Interview mit bettina Hörmann

Interview mit Prof. Ralf Lanwehr

Beteiligungsquote bei einer Mitarbeiterbefragung erhöhen

Die Beteiligungsquote bei einer Mitarbeiterbefragung ist ein Indikator für die Kommunikationskultur und die Aussagekraft der Ergebnisse. Welche Möglichkeiten gibt es, die Beteiligung dauerhaft zu erhöhen?


Prof Ralf Lanwehr: Einerseits kann man die Mitarbeiter da abholen wo sie gerade sind. Das heißt Umfragen per App funktionieren, Umfragen, die sinnvoll gestellt sind, die zum sinnvollen Zeitpunkt kommen. Aber nach meiner Erfahrung ist die Kommunikation der Maßnahmen, die Aufgrund der Befragung getroffen werden, der entscheidendere Hebel. Ich beobachte das immer wieder.

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Es gibt zwei Arten von Firmen: Bei den einen füllen die Mitarbeiter mit großer Begeisterung die Fragebögen aus. Bei den anderen gibt es sehr hohen Widerstand. Das liegt daran, dass die Geschäftsführung solche Daten nur erhebt, damit sie die Daten mal sieht. Aber es erfolgt nichts daraus, zumindest nichts, das sichtbar wäre oder vernünftig kommuniziert wird. Dann verlieren die Mitarbeiter spätestens beim dritten Mal die Lust und kreuzen nicht mehr an.

Die erstgenannten Firmen haben eine sehr klare Strategie, wie mit den erhobenen Daten umzugehen ist. Es gibt ein Modell von Teresa Amabile, wo sie für radikale Produktinnovationen Folgendes nachweist: Es geht nicht nur um Ideengenerierung – dafür wäre schon der Fragebogen ein Tool – sondern die Ideenimplementierung ist genauso wichtig. Wir müssen also Strukturen und Prozesse haben, wie wir hinterher die Ideen einbinden. Das muss über ein paar Workshops hinausgehen, es muss integriert werden in die Gesamtstrategie.

Es gibt ein paar sehr positive Beispiele für Mitarbeiterbefragungen

Die Hilton-Hotelkette macht das großartig. Die Beteiligungsquoten liegt bei 90-95%, weil die Mitarbeiter sehen, dass anschließend etwas passiert.

In Deutschland ist die Firma O2 sehr stark. Dort existiert ein Konzept, das sich Circle of Voice nennt. Dabei werden ganz gezielt Mitarbeiter in die Veränderungsvorschläge eingebunden, es werden Vorstände einbezogen und es gibt ein eigenes Budget, das verwaltet werden kann. Solche Mechanismen braucht man, dann füllen die Mitarbeiter die Fragebögen auch aus. Wenn die Fragebögen nur für die Geschäftsführung ausgefüllt werden, oder im geheimen ausgewertet werden, dann werden die Mitarbeiter die Lust daran mit Sicherheit verlieren – und ich kann es verstehen.

Beteiligungsquote bei Mitarbeiterbefragungen erhöhen // HRpuls Interview mit Prof. Dr. Ralf Lanwehr
Die Beteiligungsquote bei einer Mitarbeiterbefragung ist ein Indikator für die Kommunikationskultur und die Aussagekraft der Ergebnisse. Welche Möglichkeiten gibt es, die Beteiligung dauerhaft zu erhö...

INTERVIEW MIT Bettina Hörmann

Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung verständlich darstellen und kommunizieren

„Die Befragungsergebnisse können in Echtzeit ganz einfach auf einen Blick abgelesen werden, in Form einer Heatmap.

Intuitive Farben wie Rot, Gelb und Grün spiegeln die Gefühlslage der Mitarbeiter und die Führungskräfte bekommen sofort Rückmeldung darüber, wo Handlungsbedarf besteht.

Durch die darauffolgende Ideen- und Projektphase entwickeln die Mitarbeiter aus sich selbst heraus Lösungen. So folgen Taten und die Befragung kratzt nicht nur an der Oberfläche.

Damit wird das bisherige Gegenargument der Mitarbeiter, nämlich, dass man die Zeit für das Feedback aufbringen muss und sich trotzdem nichts ändert, im Keim erstickt.“

Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung verständlich darstellen und kommunizieren // HRpuls Interview mit Bettina Hörmann

weitere Beiträge zum Thema Mitarbeiterbefragung //


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