Mitarbeiter
zufriedenheit

Beispiele & Anwendertipps

Empfehlungen für maximale Mitarbeiterzufriedenheit



1// Warum Mitarbeiterzufriedenheit den Unternehmenserfolg stärkt

Wenn Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind, dann laufen auch die Geschäfte besser. Das belegen zahlreiche ökonomische Studien. Wer es sich dagegen mit seiner Belegschaft nachhaltig verdirbt, muss sich auf harte Zeiten einstellen. Schlechte Stimmung in einem Unternehmen ist daher auch ein Indikator für schlechtes Management. Wirtschaftswissenschaftler taten sich lange schwer mit belastbaren Aussagen, ob und wie Arbeitgeber von zufriedeneren Mitarbeitern profitieren. Erst seit einiger Zeit hat sich das geändert. Inzwischen zeigen eine ganze Reihe von Studien (u. a. eine Studie von Armin Falk und Michael Kosweld die im „American Economic Review“ erschienen ist), dass Unternehmen, die ihr Personal glücklich machen, davon viele Vorteile haben. Wenn das Klima zwischen Management und Belegschaft hingegen belastet ist, leiden darunter auch die wirtschaftlichen Perspektiven des Unternehmens.

Massnahmen zur Mitarbeiterbindung von HRpuls

2 // Mitarbeiterzufriedenheit messen

Bevor Mitarbeiterzufriedenheitsmaßnahmen zur Steigerung ergriffen werden können, sollte der Status quo erfasst werden. Aus den Ergebnissen lassen sich kritische Themen identifizieren und Maßnahmen ableiten.

Direkte Messung
Eine Mitarbeiterbefragung kann als Instrument zur Datengewinnung eingesetzt werden. Zufriedenheit ergibt sich aus der Diskrepanz zwischen Erwartung und Erfahrung. Um ein Zufriedenheitsmaß der Mitarbeiter zu erhalten, sollten zum einen ihre Wahrnehmung der Arbeitsplatzsituation und zum anderen ihre Erwartungen und Wünsche erfragt werden. Für eine erfolgreiche Mitarbeiterbefragung erfahren Sie mehr im Fachthema: Mitarbeiterbefragung.

Indirekte Messung
Neben der direkten Erfassung eines Stimmungsbilds kann Mitarbeiterzufriedenheit auch über assoziierte Kennzahlen gemessen werden. Mitarbeiterzufriedenheit schlägt sich in folgenden Maßen nieder:

  • Fluktuationsgrad
  • Fehltage
  • Krankenstand
  • Performance
  • Fehlerrate
  • Einstellungserfolge

Schlussfolgerung
Aussagekräftige Daten erhält man am ehesten durch die kombinierte Anwendung direkter und indirekter Methoden. Eine Mitarbeiterbefragung liefert konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen, indirekte Maße dienen als Warnsignale für Missstände oder als Erfolgsmaße für erfolgreich etablierte Zufriedenheitsmaßnahmen.

Mitarbeiterzufriedenheit messen

3 // Drei Grundregeln für mehr Mitarbeiterzufriedenheit

Mitarbeiterzufriedenheit ist kein Hexenwerk. Einige einfache, aber sehr prägnante Regeln helfen dabei, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

1. Eine abwechslungsreiche Arbeit schafft Vielfalt. Und diese führt in der Regel dazu, dass der Mitarbeiter mehr Spaß bei der Arbeit hat. Dabei sollte eine Balance zwischen Routinearbeiten und anspruchsvollen Tätigkeiten bestehen. Auch eine ausgewogene Work-Life-Balance steigert die Mitarbeiterzufriedenheit.

2. Eine Achtung gegenüber dem Mitarbeiter zeigt sich zum Beispiel durch Handlungs- und Entscheidungsspielräume. Diese steigern das Selbstwertgefühl des Arbeitnehmers. Feedback zu den Ergebnissen hilft dabei, die Richtung zu weisen. Und ein so geschaffenes gutes Verhältnis fördert Vertrauen. Mitarbeiter handeln in der Regel reziprok. Die Berücksichtigung individueller Bedürfnisse steigert zusätzlich die Motivation.

3. Bei einem guten Betriebsklima kommen die Beschäftigten gerne zur Arbeit. Das Betriebsklima wird maßgeblich geprägt durch eine entspannte und gelassene Stimmung, ein hohes Maß an Toleranz sowie gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung. Hilfsbereitschaft und soziale Unterstützung untereinander, die Zusammenarbeit verschiedener Hierarchieebenen sowie eine offene und eindeutige Kommunikation sind weitere wichtige Eckpfeiler einer positiven Arbeitsatmosphäre. Damit sorgen vor allem die Führungskräfte dafür, dass sich ihre Mitarbeiter wohlfühlen.

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4A // Mitarbeiterzufriedenheit steigern

Als die zentrale Theorie der Mitarbeiterzufriedenheit gilt die Bedürfnispyramide von Maslow. Vorgesetzte haben viele Möglichkeiten die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse aufzugreifen:

  • Physiologische Grundbedürfnisse: Pausen- und Arbeitsschutzregelungen.
  • Bedürfnis nach Sicherheit und Schutz: unbefristeter Arbeitsvertrag, faire Gehälter, Transparenz von Entscheidungen, betriebliche Altersvorsorge
  • Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Kontakt: Mitarbeitergespräche, persönliche und berufliche Entwicklung fördern; Teamarbeit
  • Bedürfnis nach Anerkennung und Achtung: direktes, aufrichtiges Lob, Auszeichnungen, Gratifikationen für besondere Leistungen
  • Bedürfnis nach Selbstverwirklichung: herausfordernde Tätigkeiten, Aufstiegschancen ermöglichen

4B // Zufriedenheitsfaktoren HEUTE

Maslows Motivationsmodell dient Unternehmen seit über einem halben Jahrhundert als Orientierung für Mitarbeiterzufriedenheitsprogramme. Allerdings haben sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts das Leben und die Berufswelt eindeutig verändert. Menschen müssen sich nicht mehr berufsbedingt um ihr Überleben sorgen. Doch welche Faktoren gelten heute wirklich als Garant für Zufriedenheit im Job? Fragt man Mitarbeiter heute, was für sie zählt, so gruppieren sich die Antworten zu drei großen Zufriedenheitsfaktoren: Karriere, Gemeinschaft, Sinn.

Karriere - intrinsische Motivation: Zufriedene Mitarbeiter haben einen Job, in dem sie selbstbestimmt arbeiten können. Dadurch können sie ihre Stärken einsetzen, weiterentwickeln und neue dazu gewinnen.

Gemeinschaft - Zugehörigkeit: Zufriedene Mitarbeiter fühlen sich respektiert und wahrgenommen. Sie haben das Gefühl, dass sich andere um sie kümmern.

Sinnhaftigkeit - Stolz: Zufriedene Mitarbeiter haben das Gefühl, einen bedeutsamen Beitrag zu leisten. Sie identifizieren sich mit den Zielen der Organisation und glauben, dass sie etwas Gutes für die Welt tun.

Wenn es ein Arbeitgeber schafft, seinen Mitarbeitern diese drei Bedürfnisse zu erfüllen, wird er hohe Leistung und Loyalität zurückbekommen. Werden die Bedürfnisse jedoch nur mangelhaft erfüllt, werden Performance und Bindung geringer ausfallen. Alle drei Faktoren erweisen sich als bedeutsam. Verschiedene Szenarien machen klar, dass alle drei erfüllt sein müssen:

A: Ein Mitarbeiter ist sehr gut in eine Community eingebunden und er kann sehr selbstbestimmt arbeiten, doch er versteht nicht, wofür er das Ganze tut.

B: Eine Mitarbeiterin arbeitet selbstbestimmt und steht voll und ganz hinter der Mission des Unternehmens, doch sie hat das Gefühl, dass keiner ihre Arbeit würdigt oder daran interessiert ist, sie zu unterstützen.

C: Ein Mitarbeiter fühlt sich sehr unterstützt und wertgeschätzt von Vorgesetzten und Kollegen. Seine Tätigkeit empfindet er als sinnvoll, doch die Chancen auf Weiterentwicklung sind gleich null. Er kann seine Potenziale nicht entfalten und erhält keine weiteren Perspektiven.

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5 // Zufriedene Mitarbeiter ans Unternehmen binden

Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, fühlen sich verantwortlicher. Die Fluktuation sinkt, krankheitsbedingte Fehlzeiten sinken und die Qualität der Arbeitsergebnisse ist höher. All das und viele weitere Effekte hoher Mitarbeiterbindung steigern den Erfolg und minimieren vermeidbare Kosten.

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Magazin

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:: von Volker Nürnberg
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5/5 Sterne (3 Stimmen)

:: Interview :: Mitarbeiterbindung :: Mitarbeiterzufriedenheit :: Organisationsentwicklung

Eine Chance, mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen

Mitarbeiterbefragungen sollten nicht nur dazu dienen, herauszufinden, was schief läuft im Unternehmen, sondern Aufschluss darüber geben, wie die Mitarbeiter ticken, meint Volker Nürnberg. Aus seiner Perspektive des Personalers beschreibt er in seinem Buch, was eine gute Befragung ausmacht und warum diese jedem Unternehmen großen Nutzen bringen kann. Damit will er anderen Personalern Berührungsängste vor Daten nehmen und auch, wie er sagt, ein bisschen Lust machen, auf das traditionelle HR-Instrument in einer neuen Zeit...

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:: von Saleh Amiralai
:: (Kommentare: 0)

5/5 Sterne (2 Stimmen)

:: Mitarbeiterbindung :: Mitarbeiterzufriedenheit

Arbeitsglück – Was fühlen Ihre Mitarbeiter?

Es ist in aller Munde und für viele mittlerweile keine Überraschung mehr: Zufriedene Mitarbeiter sind produktive Mitarbeiter. Da werden Gutscheine ausgeteilt, Obstschalen bereit gestellt und alle zur wöchentlichen Yoga-Stunde verpflichtet. „Sind sie nun endlich zufrieden?“, fragt sich die Führungsebene und ja, vielleicht empfindet sich der ein oder andere Mitarbeiter nun als zufriedener.

Worum es mir als Chief Happiness Officer aber eigentlich geht, ist etwas, dass sich von Mitarbeiterzufriedenheit unterscheidet. Mir geht es um Arbeitsglück...

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:: von Dr. Gabriela Rieck
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4,9/5 Sterne (17 Stimmen)

:: Mitarbeiterbindung :: Mitarbeiterzufriedenheit :: Organisationsentwicklung

Employer Branding. Oder warum Mitarbeiterführung mehr ist als ein Konzept.

„Mir schaffe beim Daimler“ – besser kann man Employer Branding kaum definieren.
Das, was in der Zeit der Industrialisierung – in der greifbare Produkte hergestellt wurden
und in der Mitarbeiter sich für ihre Firma stolz ins Zeug gelegt haben – nahezu
automatisch passierte, muss heute in Leitsätzen und Missionen zum Ausdruck gebracht
werden. Denn heute ist immer weniger greifbar und immer weniger stabil.

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::
:: von HRpuls
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4,3/5 Sterne (16 Stimmen)

:: Mitarbeiterbindung :: Mitarbeiterzufriedenheit

AUGENHÖHE - der Film - die Premiere in Hamburg //

Am 30.01.2015 wurde im Museum für Arbeit in Hamburg vor mehr als 300 Gästen der Film Augenhöhe vorgestellt. Er gab viele Inspirationen und führte zu einem regen Austausch unter Personalverantwortlichen. Fest steht, für eine NEUE Arbeitswelt sind Selbstbestimmung, Demokratisierung, Potentialentfaltung notwendig - unter Experten werden Trends der neuen Arbeitswelt schon länger diskutiert. HRpuls ist Partner dieser Produktion.

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:: von Lars Vollmer
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4,6/5 Sterne (18 Stimmen)

:: Mitarbeiterzufriedenheit :: psychische Belastungen

Mitarbeiterzufriedenheit - Gemieteter Hintern statt denkender Kopf //

Ausgebrannt in der Reha-Klinik, mit Krankenschein und Depression im Bett oder mit 30 in Erwerbsunfähigkeitsrente: Das ist keine Schwarzmalerei, solche Fälle sind in immer mehr Unternehmen Realität. Was können die Personalverantwortlichen gegen diese Entwicklung tun?

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